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Autorenvita

- JF, Autorin - 

Ich bin Jenna Florenz. Geboren im Jahr 1990, lebe ich heute mit meinem Mann und unseren vier Kindern in Süddeutschland – dort, wo Wälder rauschen, die Stille spürbar wird und das Leben noch Zeit kennt.

Ich ziehe das Dorf der Stadt vor, einen Spaziergang im Regen jedem Einkaufsbummel. Schon als Kind habe ich mich mehr zu Tieren und Pflanzen hingezogen gefühlt als zu Menschen – ihre Sprache war leiser, aber ehrlicher.

Ich habe Fantasiegeschichten verschlungen, um aus der Realität zu fliehen, die mich oft überforderte, verletzte und irgendwann zerbrach. Vielleicht ist das der Grund, warum mein erster Roman Im Schutz der Dunkelheit, trotz aller gelebten Schwere, auch ein Hauch Magie durchzieht. Ein leises Stück Fantasie. Nicht, um zu entkommen – sondern um zurückzufinden.

Worte, die aus Dunkelheit wuchsen

…und aus einem Leben, das sich nicht ergeben hat.

Ich bin Jenna. Autorin. Ehefrau. Mutter von vier Kindern. Und Überlebende.

Doch bevor ich das war, war ich ein Kind, das mit dem Wind sprach. Das glaubte, dass Bäume vor Schmerzen weinen, wenn sie Harz verlieren – und das mit ihnen weinte. Ich war empfindsam. Hochsensibel. Ein Kind, das zu tief fühlte – zu früh.

Ich wollte lieben – ehrlich, ganz, für immer. Ich wollte mich bewahren für jemanden, der mich sah. Doch bevor ich geliebt wurde, wurde ich verletzt.

Brüche:

Zuerst körperlich – so früh, dass mein kindlicher Verstand es als Spiel deutete. Doch mit fünfzehn wurde mir endgültig genommen, was ich bis dahin irgendwie bewahren konnte: das Gefühl, in meinem eigenen Körper sicher zu sein.

Ein älterer Mann, dreimal so alt und schwer wie ich, zog mich in einen Moment, in dem ich nichts mehr tun konnte – außer zu erstarren. Danach war nichts mehr ganz.

Ich war leer. Zersplittert. Eine Hülle, die nur noch funktionierte. Die lächelte, obwohl sie innerlich aufschrie. Ich spürte mich nicht mehr. Ich sah mich nicht mehr. Ich war da – aber nicht wirklich.

Und ich hätte aufgehört. Wirklich. Wenn es da nicht jemanden gegeben hätte:

Daisy:

Daisy. Meine Hündin war mein Halt, mein Zuhause, mein Herz. Sie war nicht einfach nur ein Tier – sie war die leise, treue Kraft, die mich am Leben hielt, wenn ich selbst keinen Grund mehr sah.

Ohne sie hätte ich mir das Leben genommen. Mit ihr blieb ich. Für sie atmete ich weiter.

Als sie starb, zerbrach ich erneut. Diesmal so tief, dass ich es versuchte – mit Tabletten. Mit Spritzen. Nicht aus Trotz. Sondern aus Erschöpfung. Weil nichts mehr ging. Weil alles nur noch schmerzte.

Aber auch da: Ich bin geblieben.

 

Der Weg zurück:

Mein Weg zurück begann nicht plötzlich. Nicht hell. Nicht laut.

Es waren Bücher, in die ich mich flüchtete. Worte anderer, die mich auffingen. Und irgendwann – begannen meine eigenen Zeilen zu sprechen. Erst brüchig. Dann kraftvoller.

Ich schrieb, weil ich sonst verstummt wäre. Mit fünfzehn begann ich meinen ersten Roman. Nicht, um zu veröffentlichen – sondern um zu überleben. Ein stiller Ort, in dem ich endlich erzählen durfte, was niemand hören wollte.

Daraus wurde später Im Schutz der Dunkelheit, der erste Band meiner Lyra-Saga: Das Vermächtnis der Schattenleoparden.

 

Figuren mit Herzschlag:

Syndil, meine Protagonistin, ist ein Teil von mir. Vielleicht der ehrlichste. Was sie erlebt, habe ich durchlebt. Und doch habe ich ihr manches erspart – nicht, um es zu verschweigen, sondern um ihr Raum zu geben, den ich selbst nie hatte. Raum für Sanftheit. Für langsame Wandlung. Für Heilung.

Barack, ihr Begleiter, war anfangs eine Fantasiefigur. Ein Held mit starker Brust und großen Worten. Doch mit der Zeit wurde er mehr. Echter. Tiefer.

Er trägt Züge meines Mannes: geduldig. Still. Sanft. Nicht der Retter – sondern der, der bleibt.

Ich wollte keine Geschichte erzählen, in der Liebe heilt. Sondern eine, in der Liebe bleibt. Auch dann, wenn es weh tut. Wenn es laut wird. Wenn es still wird. Wenn alles in einem sagt: Lauf.

Heute

Ich bin keine Heldin. Keine Kriegerin. Ich bin ein Mensch, der überlebt hat. Und heute – wieder lebt.

Ich habe mich selbst verloren. Mich gehasst. Meinen Körper verachtet. Und ganz langsam gelernt, ihn wieder zu bewohnen. Wieder zu atmen. Wieder zu fühlen.

Ich habe Kinder geboren – aus Liebe. Nicht aus Schmerz.
Ich habe einen Mann, der mich sieht – mit allem, was ich bin.
Und ich schreibe, weil ich weiß, wie es ist, wenn niemand zuhört.

 

Warum ich schreibe:

Ich schreibe, weil ich glaube, dass wir das Recht haben, zu leben. Zu lieben. Und wieder zu lachen. Nicht irgendwann. Sondern jetzt. Nicht perfekt. Aber ehrlich.

Ich schreibe für dich.

Für dich, wenn du in der Dunkelheit atmest. Wenn du glaubst, du seist zu viel – oder nicht genug. Wenn du schreist und niemand hört dich. Wenn du gefallen bist und nicht weißt, ob du je wieder aufstehen kannst.

Ich sage dir: Du bist nicht, was dir angetan wurde. Du bist das, was du aus deinem Schmerz formst. Und du darfst: Atmen. Weinen. Wurzeln schlagen. Dich lieben. Dich wiederfinden. Auch mit deinen Narben. Gerade mit ihnen. Denn sie machen dich echt.

Worte heilen nicht alles. Aber sie können etwas öffnen: eine Tür. Ein Fenster. Ein Herz.

Schlussgedanke

Wenn meine Bücher dich erreichen, dann nicht, weil sie groß sind – sondern weil sie ehrlich sind.

Ich bin Jenna Florenz. Und ich schreibe, weil ich geblieben bin. Weil ich geglaubt habe, dass irgendwo, irgendwer meine Worte braucht – um nicht aufzugeben.

Vielleicht warst du es.

 

                                                                                                 – Jenna Florenz

Jenna Florenz
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